Unsere Bienen

Ein achtsamer Umgang mit unseren Bienen ist uns wichtig. Wer einmal mit Bienen gearbeitet hat, kann bestätigen, dass es sich um eine außergewöhnliche Art handelt. Jedes Volk reagiert anders, man muss sehr individuell auf sie eingehen. Gerade die Arbeit mit den Bienen, macht das Imkern für uns aus.

Lebensraum

Unsere Bienen wohnen in Kästen aus Holz und leben darin auf ihren eigenen Bienenwachswaben. Der natürliche Lebensraum der Honigbiene im Bienenstock, ist die Bienenwachswabe. Jeder kennt das Wabenmuster, welches die Bienen in vollkommener Bauweise erstellen. Auf und in den Waben findet ein großer Teil des Bienenlebens statt: es werden Honige und Pollen eingelagert, die Königin legt dort ihre Eier ab, der Nachwuchs wird versorgt und aufgezogen.

Wachskreislauf

Gerade deshalb ist uns ein geschlossener Wachskreislauf sehr wichtig. Wir entfernen altes Wachs, fördern den Ausbau von neuen Waben – und lassen die Mittelwände nur aus unserem eigenen Wachs herstellen.

Bienenwohl

Das Bienenwohl steht über dem Honigertrag, wir entnehmen immer nur so viel Honig wie die Bienen gut abgeben können. Somit ist sichergestellt, dass die Bienen bei anhaltenden Schlechtwetterphasen immer genügend Honig für sich und die Aufzucht der Nachkommen zur Verfügung haben.
Nektar von Spätsommertrachten, den die Bienen sammeln, wird im Bienenvolk zur Überwinterung belassen. Falls die Spätsommertrachten nicht den notwendigen Nektareintrag bringen (z.B. bedingt durch anhaltendes schlechtes Wetter in den Monaten September und Oktober oder häufige Überflutungen der Rheinauen in den Frühsommermonaten), füttern wir unseren Bienen Zuckerwasser zu. Damit stellen wir sicher, dass jedes Volk ausreichend Futtervorrat für die Überwinterung zur Verfügung hat.

Propolis

Das Propolis ist ein Kitharz von Knospen und jungen Trieben, welche die Bienen zur Gesundung einsetzen. Es stärkt das Immunsystem und wirkt antibakteriell.  Bienen verwenden Propolis um Ritzen und Öffnungen im Bienenstock winddicht zu verschließen, als Desinfektionsmittel und zur Mumifizierung von Eindringlingen, welche zu groß oder zu schwer sind, um aus dem Stock transportiert zu werden. Propolis ernten wir überwiegend an Honigwaben ab, die wir durch Honigernte aus den Völkern entnehmen.

Bienengesundheit

Das Wichtigste – die Bienengesundheit – Bedrohung der Honigbienen durch die Varroamilbe

Die Bienengesundheit ist neben dem Nahrungsangebot ein wichtiger Basisbaustein in unserer Betriebsweise. Wir tun alles, dass es unseren Bienen gut geht, denn dann geht es uns auch gut.  Nur, wenn wir Krankheiten oder den Befall durch Parasiten wie z.B. die Varroamilbe rechtzeitig erkennen, sind wir in der Lage Gegenmaßnahmen einzuleiten.
Solange das Gleichgewicht zwischen Wirt und Parasit im Einklang ist, kann das Bienenvolk sich selbst heilen.

 

Wir unterstützen die Bienengesundheit, durch die Auswahl der Stellplätze und dem dort herrschenden Klima/Kleinklima, entfernen die Altwaben um die Hygiene im Bienenstock zu fördern und schneiden die Drohnenbrut aus, so dass die Population der Varroa erst ab Ende August nach der Honigernte mit natürlichen Säuren (Ameisensäure) behandelt werden muss.

 

Eine letzte Bekämpfung der Varroa erfolgt dann im Dezember mit Oxalsäure, wenn die Völker brutfrei sind. So ermöglichen wir den Bienen einen guten Start ins Frühjahr. Gesunde Winterbienen sichern das Überleben des Bienenvolkes. Ein mit Varroa stark befallenes Volk, welches nicht behandelt wird, überlebt den Winter nicht.

 

Das Behandeln mit den natürlichen Säuren gegen die Varroa ist zwar rückstandslos aber trotzdem nicht schön. Derzeit ist diese Behandlungsweise die einzige sichere Variante, um den Parasit zu bekämpfen um somit das Bienenvolk zu stärken und zu erhalten.


So wenig wie möglich aber so viel wie nötig, um den Behandlungserfolg zu garantieren ist hier der Leitsatz.
Wir sind ständig auf der Suche nach alternativen Behandlungsmethoden, um unsere Betriebsweise und die Bienengesundheit zu verbessern.

Imkerei  Hettel

Müller-Jung-Strasse 4

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